Syriana

Syriana ist ein US-amerikanischer Politthriller aus dem Jahr 2005, der 2006 weltweit in die Kinos kam. Drehbuch und Regie wurden von Stephen Gaghan realisiert und ausgeführt. Der Film basiert auf dem Buch See No Evil von Robert Baer. Mit George Clooney und Matt Damon konnten zwei der größten männlichen Hollywood-Stars für den Dreh gewonnen werden. Beide verzichteten auf allzu hohe Forderungen nach Gagen, da sie die Idee des Films unbedingt realisiert haben wollten. Das Budget für den Film war nicht sehr hoch angesetzt, da er sich unter anderem auch kritisch mit den USA auseinandersetzt.

Der Film kann als Erfolg angesehen werden, da er ungefähr das Doppelte der Produktionskosten wieder einspielte. Des Weiteren wurde der Schauspieler George Clooney als bester Nebendarsteller mit jeweils einem Oscar und einem Golden Globe Award ausgezeichnet. Kritiker loben an dem Film die intelligente und komplexe Erzählstruktur, die zum Spannungsaufbau führt, und das Thema der Handlung an sich. Denn Syriana zeigt auf, auf welche destruktive Art und Weise Wirtschaft und Politik miteinander verbunden sind. Zu Anfang hat der Zuschauer nämlich eher das Gefühl, dass hier komplett unterschiedliche Handlungen lose und wahllos erzählt werden, die miteinander gar nichts zu tun haben. Je weiter der Film fortschreitet, desto bewusster wird dem Zuschauer, dass alles miteinander verbunden ist und wie bei einem Puzzle fügen sich alle Einzelstränge zu einem kompletten Bild zusammen.

Eine weitere Stärke des Films ist es, dass er nicht, wie sonst üblich bei Hollywood-Produktionen, einen einzelnen Akteur zum Helden macht und korrupte Machenschaften als isolierte Ausnahme darstellt, sondern sich zu einer Collage verdichtet, die aufzeigt, dass korrupte Systeme und Strukturen alltäglich und überall zu finden sind.

In der Handlung des Films spielt Clooney einen CIA-Agenten, der bei einer missglückten Aktion eine Waffe verliert. Diese in die Hände von Terroristen gefallene Waffe soll zu einer Bombe umfunktioniert werden, um an einem Tanker einer riesigen amerikanischen Ölfirma ein Selbstmordattentat auszuführen. Ein anderer Erzählstrang ist, wie ein reformbereiter Emir zum Terroristen erklärt wird, weil er amerikanischen Interessen im Weg steht.

All diese Geschichten handeln davon, wie wegen der amerikanischen Öl-Interessen politische Instabilität und Terrorismus geschürt werden und Menschen ihr Leben verlieren, oder den USA wohlgesonnene Marionetten installiert werden. Auch das Thema islamischer Extremismus wird objektiv behandelt. Anhand von zwei pakistanischen Gastarbeitern wird gezeigt, wie aufgrund von Demütigungen und Gewalt diese Menschen in die Arme von fundamentalistischen Koranschulen getrieben werden. Am Ende führen die beiden Pakistaner das Selbstmordattentat auf den Öltanker aus.

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